Informationen zur CE-Kennzeichnung

BTI informiert Sie über die CE-Kennzeichnung im Dichtstoffbereich

Hier finden Sie alles Wichtige im Überblick:


Wissenswertes

Die Produkte müssen mit der EU-Richtlinie/ - Verordnung übereinstimmen

Hersteller bestätigt, dass das Produkt den geltenden Anforderungen entspricht

Kennzeichnung ab dem 01.07.2014 verpflichtend


Die CE-Kennzeichnung bei Dichtstoffen:
Was ist CE?

Das CE-Kennzeichen stellt kein Qualitätszeichen dar, sondern ist ein Beleg dafür, dass ein Produkt mit relevanten EU-Richtlinien / Verordnungen übereinstimmt. Durch die CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden Anforderungen entspricht.

Welche Änderungen gibt es durch die CE-Kennzeichnung?

Alle Dichtstoffe, die unter die Norm DIN EN 15651 (1-5) „Fugendichtstoffe für nicht tragende Anwendungen in Gebäuden und Fußgängerwegen“ fallen, sind ab dem 01.07.2014 CE-kennzeichnungspflichtig.

Wann tritt die CE-Kennzeichnung nach DIN EN 15651 in Kraft?

Vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014 befinden wir uns in der sogenannten Koexistenzphase. Während dieser Zeitspanne ist zwar das Anbringen einer CE-Kennzeichnung auf Dichtstoffen möglich, aber noch nicht zwingend vorgeschrieben.

Ab dem 01.07.2014 ist für Dichtstoffe, die für Anwendungsgebiete zutreffen, wie sie in den ersten 4 Teilen der DIN EN 15651 beschrieben sind, eine CE-Kennzeichnung rechtlich verpflichtend.

Wie ist das CE-Kennzeichen aufgebaut?

Nach der DIN EN 15651 ist vorgeschrieben, welche Angaben der Hersteller auf der Verpackung / dem Etikett des zu kennzeichnenden Dichtstoffes anbringen muss.


Beispiele:
Beispiel der CE-Kennzeichnung anhand eines Dichtstoffes:

Bei der DoP handelt es sich um die Declaration of Performance (Leistungserklärung). Jeder Dichtstoff hat eine eigene DoP-Nr., die identisch zur jeweiligen Leistungserklärung ist. Hier sind wesentliche Informationen enthalten, wie beispielsweise die Norm, nach der das Produkt geprüft wurde, die Angabe zur notifizierten Zertifizierungsstelle sowie die wesentlichen technischen Merkmale bezogen auf den jeweiligen Anwendungszweck des Dichtstoffes. Die Leistungserklärung wird, wenn diese für die jeweiligen Produkte vollständig ist, durch die BTI zur Verfügung gestellt.


Leistungserklärungen DoP

Beispiel der CE-Kennzeichnung anhand eines BTI Etiketts:

Wie ist der Zusammenhang zwischen Dichtstoff-Klassen und den zulässigen Gesamtverformungen?

Die zulässige Gesamtverformung (ZGV) beschreibt das Bewegungsvermögen eines Dichtstoffes (z. B. Dehnung, Stauchung) in Prozent. Entsprechend seiner Bewegungsaufnahme muss der Dichtstoff seine Funktionsfähigkeit und seine Aufgabe zur dauerhaften Abdichtung erfüllen. Hat ein Dichtstoff beispielsweise eine Bewegungsaufnahme von 25 %, so bedeutet dies, dass dieser im Laufe seiner Einbauzeit um +12,5 % oder (+10 %) gedehnt bzw. um -12,5 % oder (-15 %) gestaucht werden darf. Für eine höhere Bewegungsaufnahme wäre der Dichtstoff jedoch nicht geeignet.


Welche Klassen gibt es in den 4 Kategorien?

Wie untergliedern sich die 4 Kategorien der DIN EN 15651?
EN 15651-1
Fassadenelemente

Anwendungsbereich
EN 15651-2
Verglasungen


Anwendungsbereich
EN 15651-3
Sanitärbereich

Anwendungsbereich
EN 15651-4
Fußgängerwege

Anwendungsbereich
Für nicht tragende Fassadendichtstoffe,
die im Hochbau für den Außenbereich
zum Abdichten von Fugen verwendet werden:

  • In Außenwänden
  • An Fenster- und Türumfassungen
  • Einschließlich der Sichtflächen im Innenbereich
Für nicht tragende, elastische
Fugendichtstoffe, für die Abdichtung
von Verglasungen im Hochbau:

  • Verglasungsfugen ab einem
    Winkel von 7° zur Horizontalen
  • Glas an Glas
  • Glas an Rahmen
  • Glas an porösen Trägermaterialien
Zum Abdichten von Fugen im
Sanitärbereich im Inneren von
Gebäuden, die keinem Druckwasser
ausgesetzt sind. Erfasst Fugen in:

  • Badezimmern
  • Toiletten
  • Duschen
  • Küchen in Haushalten
Kalt verarbeitbare, nicht tragende
elastische Dichtstoffe, die im Hochbau,
sowohl in Gebäuden als auch im
Außenbereich, für Bewegungsfugen
in Böden verwendet werden, z. B.:

  • Bewegungsfugen zwischen
    Betonplatten
  • Begehbare Böden
  • Balkone
  • Terrassen
  • Lagerhäuser
  Unzulässig:
Aquarien, tragende Verbindungen /
Verglasungen, innere und äußere
Abdichtungen von vorgefertigten
Isolierglaseinheiten, horizontale
Verglasungen (weniger als 7°) und
Verglasungen aus organischem Material
Unzulässig:
Brauch- und Trinkwasseranwendungen ,
Unterwasseranwendungen
(Schwimmbäder, Abwassersysteme, ...),
Anwendungen mit Nahrungsmittelkontakt
Unzulässig:
Chemische Sicherheitsbereiche,
kalt verarbeitete Fugendichtstoffe
für Betonfahrbahnen von Straßen,
Flugplätzen und Kläranlagen sowie
Umfangsabdichtungen

Welche Dichtstoffe sind bei der BTI von der CE-Kennzeichung betroffen?
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