Alert message

Anmelden
Registrieren und Online-Kunde werden
Geometric left background black

Arbeits- handschuhe für jeden Einsatz

Geometric left black
Geometric right Geometric right black

Arbeits- handschuhe für jeden Einsatz

Warum Arbeitshandschuhe wichtig sind:

Über 50 % der Unfälle am Arbeitsplatz haben Verletzungen an Armen und Händen zur Folge. Für jede Tätigkeit gibt es den passenden Schutzhandschuh. Wir helfen dir genau diesen zu finden! Unsere Handschuhe eignen sich sowohl für Arbeiten, bei denen ein hohes Tastgefühl notwendig ist, als auch für grobe Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Von Latexhandschuhen über Nitrilhandschuhe bis hin zu Lederhandschuhen bieten wir eine große Auswahl an. Moderne Materialien und Verarbeitungsmethoden gewährleisten den Schutz deiner Hände, ohne dabei die Arbeit zu behindern.

Materialeigenschaften der Handschuhe

Welches Handschuh-Material hat welche Eigenschaften? Für welchen Einsatz eignet sich welches Material? Finde den zu Dir passenden Handschuh.

PSA Kategorien

Kategorie Risiko Gefahren
Kategorie 1 Minimale Risiken Geringe oder keine Verletzungsgefahr
Kategorie 2 Mittlere Risiken Verletzungsgefahr bei handwerklichen und industriellen Tätigkeiten
Kategorie 3 Irreversible Risiken Lebensbedrohliche Tätigkeiten, Umgang mit kontaminierten Stoffen oder hochkorrosiven Chemikalien

Erläuterung der EN-Normen für Handschuhe

Grundlage bildet die EN 420

Was sind allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe? Die Norm EN 420 legt alle Rahmenbedingungen fest:

  • Relevante Prüfverfahren
  • Gestaltungsgrundsätze
  • Größenkonfektionierung
  • Widerstand gegen Wasserdurchdringung
  • Unschädlichkeit
  • Produktkennzeichnung

Darauf aufbauend gibt es folgende weitere Normen je nach Anwendungsgebiet.

Arbeitshandschuhe als Schutzmaßnahme

Schütze deine Hände gegen verschiedene Risiken richtig. Wie schützt du dich richtig und welche EN-Normen geben weitere Informationen?
Schutz gegen... Risiko EN-Norm Kennzeichen
mechanische Gefahren. Mehr erfahren Abschürfungen, Schnittverletzungen, Hautreizungen, Blasenbildung EN 388
gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen. Mehr erfahren Hautreizungen, Verätzung EN 374-1
Kälte. Mehr erfahren Kälteschmerzen, Erfrierungen EN 511
Hitze und Feuer. Mehr erfahren Verbrennungen, Brandblasen EN 407
Hitze und Feuer für Schweißer. Verbrennungen, Brandblasen EN 12477-B

Schutz gegen mechanische Gefahren (EN 388)

Diese Norm macht Schutzhandschuhe untereinander in Bezug auf ihre mechanische Leistungsfähigkeit vergleichbar. Mögliche Verletzungen, die durch die Schutzhandschuhe nach EN 388 verhindert werden sollen, sind: Quetschungen, Abschürfungen, Schnittverletzungen oder Hautreizungen. Verfeinert wird die EN 388 durch eine 4-stellige Ziffer und einen Buchstaben an der 5. Position.
Kennzeichnung (siehe Beispiel) Ergebnis
Abriebfestigkeit = 3 hohe Leistungsstufe
Schnittfestigkeit / Coup-Test = X nicht getestet
Weiterreißfestigkeit = 4 höchste Leistungsstufe
Durchstichfestigkeit = 3 hohe Leistungsstufe
Schnittfestigkeit / TDM-Test = D hohe Leistungsstufe

Bedeutung der ersten 4 Ziffern:

Diese bilden die Prüfergebnisse auf einer Skala von 0 bis 4 bzw. 5 ab. Je höher die Zahl, desto besser das Prüfergebnis. 0 bedeutet Level nicht erreicht, X steht für nicht getestet.
Stufe 1. Ziffer
Abriebfestigkeit
2. Ziffer
Schnittfestigkeit
(Coup-Test)
3. Ziffer
Reißfestigekeit
4. Ziffer
Stichfestigkeit
Erklärung Anzahl der Umdrehungen einer
rotierende Scheibe mit Schmirgelpapier
bis das Handschuhmaterial durchtrennt ist.
Faktor, wie lange das Material
einem vor- und zurückfahrendem und
zeitgleich rotierendem Rundmesser
standhält.
Das Prüfmuster wird ca. 1 cm
eingerissen. Gemessen wird nun
die Kraft in Newton, um
den angerissenen Handschuh
weiter aufzureißen.
Gemessen wird die Kraft in
Newton, um das
Handschuhmaterial mit einem
Nagel zu durchstechen.
(Nicht für Nadeln gültig)
1 >100 >1,2 >10 >20
2 >500 >2,5 >25 >60
3 >2000 >5 >50 >100
4 >8000 >10 >75 >150
5 >20

Bedeutung des letzten Buchstaben:

Ergänzend zu den 4 Ziffern gibt es an der 5. Position einen Buchstaben A - F, der das Schnittschutz-Level nach TDM-Test (ISO 13997) definiert. Dieser Buchstabe ersetzt die bisherige 2. Ziffer nach Coup-Test. Gemessen wird die Kraft (Newton), die erforderlich ist, um das Handschuhmaterial mit einer rasiermesserscharfen Klinge durchzuschneiden.
Zu den Schnittschutz-Handschuhen
Stufe Newton Einstufung der Leistungswerte
A >2 geringer Schnittschutz
B >5 mittlerer Schnittschutz
C >10 mittlerer Schnittschutz
D >15 hoher Schnittschutz
E >22 hoher Schnittschutz
F >30 höchster Schnittschutz

Was hat sich geändert? - Die Tests im Überblick:

Schnittfestigkeit nach bisherigem COUP-Test (EN 388)

Dieser Test läuft zyklisch ab, das heißt, so viele Umdrehungen bis das Material durchgeschnitten ist.

  • Rundes Messer, das konstant bei 5 Newton rotiert
  • Dadurch werden die Leistungswerte bei abstumpfenden Materialien wie Glasfaser, Stahlfaser oder HPPE insofern beeinflusst, dass sich die Messer während der Testzyklen abnutzen
  • Wird weiterhin noch durchgeführt. Neu: bei abstumpfenden Materialien wird der Test nach 60 Zyklen gestoppt und verworfen. Hier hat der neue TDM-Test Vorrang.
  • Aussagekräftig bei scharfkantigen, leichteren Gegenständen
  • Testergebnisse auf einer Skala von 1 bis 4

NEU: Schnittfestigkeit nach TDM-Test (ISO 13997)

Beim TDM-Test wird mit einem einzelnen Schnitt, das heißt, die erforderliche Kraft, um das Material durchzuschneiden, gemessen.

  • Gerade Klinge, die mit steigender Newtonzahl angewendet wird
  • v.a. aussagekräftiger für abstumpfende Materialien, bei denen der bisherige COUP-Test nicht anwendbar ist
  • Schnittrisiken werden dadurch viel realistischer getestet, als wenn das Material zyklisch strapaziert wird, was in der Praxis eher selten vorkommt.
  • Bei Kraftaufwand oder Stoßgefahr im Umgang mit scharfkantigen Gegenständen
  • Testergebnisse von A bis F

Schnittschutz-Handschuhe im Vergleich

Welcher Schnittschutz-Handschuh schützt am besten? Finde den für deine Aufgabe passenden Handschuh in Bezug auf Schnitzschutz-Level, Langlebigkeit, Beweglichkeit, Griffsicherheit, Tastgefühl, Beständigkeit gegen Öl und Fett sowie die Waschbarkeit und somit die Wiederverwendbarkeit.
Handschuh Schnitt-
schutz-
Level
Schnittschutz-
Faser
Beschich-
tung
Lang-
lebigkeit
Schnitt-
schutz
Beweg-
lichkeit
Griff-
sicherheit
Tast-
gefühl
Atmungs-
aktivität
Öl- und
Fettbestän-
digkeit
Wasch-
barkeit
Leistungs-
werte
EN 388

9 AEEQ 00
B Dyneema®-
Diamond
PU +++ + +++ + +++ +++ 90 °C 4.3.4.2.B

9 AEEP 00
B HPPE PU + + ++ + ++ + 4.3.4.3.B

9 AEET 00
B Glasfaser Nitril + + ++ +++ +++ ++ +++ 4.3.4.4.B

9 AEER 00
D HPPE +
Glasfaser +
Stahlfaser
PU + ++ ++ + ++ + 3.X.4.3.D

9 AEES 00
D HPPE +
Glasfaser +
Stahlfaser
Nitril gesandet + ++ ++ ++ + + +++ 4.X.4.3.D

9 AEEU 00
F HPPE +
Glasfaser +
Stahlfaser
Nitril gesandet,
doppelt getaucht
++ +++ + ++ + + +++ 4.X.4.3.F

Schnittfeste Materialien

  • Stahlfaser / Aramid
  • Glasfieber / Glasfaser
  • HPPE
  • Dyneema® Diamond

Die Faser wird ganz fein in das Trägermaterial des Handschuhs eingearbeitet. Somit ist der Schnittschutz an Handfläche und Handrücken gegeben. Die Beschichtung wird dann zusätzlich aufgetragen und dient den Griffeigenschaften und der Abriebfestigkeit.
Zu den Schnittschutz-Handschuhen

Dyneema® Diamond

Eine Besonderheit stellt die Spezialfaser Dyneema® Diamond dar. Im Vergleich zu den anderen Schnittschutz-Materialien ist sie nicht anfällig für Rost (bei Stahlfaser) oder Bruchstellen (bei Glasfaser).

  • Extrem lange Haltbarkeit: hält fast 20-mal länger als Aramid
  • Leichtes, dünnes Garn: exzellentes Tastempfinden, hohe Flexibilität
  • Herausragender Tragekomfort Wärmeableitend, verhindert Schweißbildung
  • UV- und waschbeständig bis 90°C, auch nach mehrmaligem Waschen
  • Geringer Materialverbrauch: wirtschaftlich und nachhaltig
Zum Dyneema®-Schnittschutz-Handschuh

Schutz gegen Kälte (EN 511)

Der Handschuh soll den Träger vor Erfrierungen und Kälteverletzungen bis zu einer Temperatur von bis zu -50 °C schützen. Einsatzbereiche sind zum Beispiel Tätigkeiten im Winter, Kühlhäusern oder Nässeeinsatz. Verfeinert wird die EN 511 durch eine 3-stellige Ziffer.
Zu den Winterhandschuhen
Kennzeichnung (siehe Beispiel) Ergebnis
Konvektive Kälte = 0 Level nicht erreicht
Kontaktkälte = 1 niedrige Leistungsstufe
Wasserdichtheit = X nicht getestet

Bedeutung der 3 Ziffern:

Diese bilden die Prüfergebnisse auf einer Skala von 0 bis 1 bzw. 4 ab. Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis. 0 bedeutet Level nicht erreicht, X steht für nicht getestet.
1. Ziffer 2. Ziffer 3. Ziffer
0 bis 4 0 bis 4 0 bis 1
Konvektive Kälte Kontaktkälte Wasserdichtheit
Isolationseigenschaft gegenüber allmählich
durchdringender Kälte
Festigkeit des Materials bei direktem Kontakt mit einem kalten Gegenstand 0 = Wasserpenetration > 30 Min.
1 = keine Wasserpenetration
Hitze_und_Feuer.png

Schutz gegen Hitze und Feuer (EN 407)

"Wie schütze ich meine Hände vor Verbrennungen?" – Gefahrenquellen sind zum Beispiel Schweißen, Entflammen, Strahlung oder Spritzer von geschmolzenem Metall. Hierbei soll der Handschuh den Träger vor Verbrennungen optimal schützen. Durch Faktoren wie Brennverhalten, Kontaktwärme, Konvektionswärme, Strahlungswärme und geschmolzenes Metall wird ein Handschuh nach der EN 407 getestet. Warnung: Der Handschuh darf nicht mit offenem Feuer in Kontakt kommen, wenn er beim Brennverhalten nicht mindestens Leistungsstufe 3 erreicht. Verfeinert wird die EN 407 durch eine 6-stellige Ziffer.
Zu den Schweißerhandschuhen
Kennzeichnung (siehe Beispiel) Ergebnis
Brennverhalten = 4 höchste Leistungsstufe
Kontaktwärme = 1 niedrige Leistungsstufe
Konvektionswärme = 3 hohe Leistungsstufe
Strahlungswärme = X nicht getestet
Geschmolzenes
Metall nach Anzahl = 4
höchste Leistungsstufe
Geschmolzenes
Metall nach Gramm = X
nicht getestet

Bedeutung der 6 Ziffern:

Diese bilden die Prüfergebnisse auf einer Skala von 0 bis 4 ab. Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis.
Stufe 1. Ziffer
Brennverhalten
2. Ziffer
Kontaktwärme
3. Ziffer
Konvektionswärme
4. Ziffer
Strahlungswärme
5. Ziffer
Geschmolzenes
Metall (Anzahl)
6. Ziffer
Geschmolzenes
Metall (Gramm)
Erklärung Material wird 15
Sekunden einer
Gasflamme ausgesetzt.
Gemessen wird die
Nachbrenn- und
Nachglühzeit in Sekunden.
Gemessen wird die
Temperatur, gegen die
der Handschuh 15
Sekunden lang besteht,
ohne dass die Innenseite
mehr als 10 °C wärmer wird.
Allmählich durchdringende
Wärme (bei offenem Feuer).
Gemessen wird die Zeit in
Sekunden bis die Temperatur
auf der Innenseite um 24 °C
gestiegen ist.
Gemessen wird die
Zeit in Sekunden
bis eine gewisse
Wärmemenge in den
Handschuh
eingedrungen ist.
Es wird gezählt,
wie viele Tropfen
nötig sind, um die
Temperatur im
Handschuh-Inneren
um 40 °C zu erhöhen.
Gewogen wird,
bei wie viel
Gramm eine
künstliche PVC-Haut
im Handschuh-
Inneren beschädigt wird.
1 <20 100 °C >4 >5 >5 20
2 <10 250 °C >7 >30 >15 60
3 <3 350 °C >10 >90 >25 100
4 <2 500 °C >18 >150 >35 150
Produkte vergleichen ()