4R-Dachsystem

Kompetenz rund ums Dach

Warum das BTI 4R-System verwenden?

Mangelhaft ausgeführte Dichtungsebenen können drastische Wärmeverluste und somit stark erhöhte Heizkosten verursachen. Vor allem dem Dachbereich mit je nach Form und Gliederung des Dachs oft einen recht großen Flächenanteil an der Gebäudehülle hat, kommt hier eine hohe Bedeutung zu.

Unter Berücksichtigung der progressiven Energiekosten, der DIN 4108-7 und den steigenden Anforderungen der regelmäßig angepassten Energie-Einsparverordnung EnEV (diese fußt auf dem Energieeinspargesetz EnEG und ist damit bindend!) müssen die Luft- und Winddichtebenen fachgerecht und mängelfrei ausgeführt sein..


Warum ist eine fachgerechte Ausführung der Funktionsschichten am Dach so wichtig?

Die Ansprüche an einen professionellen Dachaufbau steigen stetig, und Handwerkern wird von Verbänden und Sachverständigen empfohlen, nur aufeinander abgestimmte Produkte – also ein System – einzusetzen. Diesen Anforderungen wird BTI gerecht und bietet ihren Kunden ein geprüftes System, das die Bereiche Luft- und Winddichtheit vereint: Das BTI 4R-System. Auf dieses System geben wir sogar eine 10-jährige Gewährleistung, denn es umfasst nur hochwertige, geprüfte Produkte.

Nützliche Informationen:

Nachfolgend finden Sie zahlreiche BTI Ausschreibungstexte zum Herunterladen und Ausdrucken.

Ausschreibungstexte und Prüfzeugnisse finden Sie hier

Einwirkungen auf ein Dach im Innen- und Außenbereich

Anforderungen an den modernen Dachbau – Praxiserprobte Lösungen mit Gewähr

Mit den optimal aufeinander abgestimmten Komponenten des 4R-Systems für die Wind- und Luftdichtheit sind ideale Voraussetzungen geschaffen, die Funktionsschichten am Dach fachgerecht auszuführen – und das dauerhaft. Mit der Überzeugung hochwertige Produkte für den Bau anzubieten, geben wir auf systemrein erstellte Dachquerschnitte eine Gewährleistungsverlängerung von 10 Jahren. Diese umfasst neben dem Materialersatz ebenfalls den Ausbau und Wiedereinbau sowie den Ersatz von durch Produktmängel beschädigten Bauteilen.


Luftdichtheitsebene im Innenbereich

„Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfl äche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist.“ (Quelle: DIN 4108-7)

Die Luftdichtheitsebene befi ndet sich im Regelfall raumseitig von der im Sparrengefache (Zwischensparrendämmung) oder fl ächig auf den Sparren (Aufsparrendämmung) verlegten Wärmedämmung. Sie wird in der Praxis meist durch den Einsatz von Folien oder Plattenwerkstoffen (bspw. OSB, GKB …) mit entsprechendem Zubehör, wie Klebebändern oder Dichtmassen hergestellt. Sinn und Zweck der Luftdichtheitsebene ist einerseits die Minimierung von Wärmeverlusten, andererseits die Verhinderung von Konstruktionsschäden. Entweicht nämlich warme Raumluft aus dem Wohnraum bzw. durch die Dachkonstruktion (= Konvektion), muss gleichzeitig an anderer Stelle eingetretene kalte Außenluft energieaufwendig aufgeheizt werden. Das ist ärgerlich, kostenintensiv und kann durch die entstehende Zugluft zusätzlich gesundheitsgefährdend sein. Ist warme Raumluft in die Dachkonstruktion eingedrungen, sucht sie sich aufgrund des Dampfdruckgefälles den Weg durch den Dachquerschnitt in Richtung Außenseite. Die Temperatur der Bauteile im Dachquerschnitt nimmt außer im Hochsommer nach außen hin ab und somit auch die Temperatur der eingedrungenen Raumluft. Damit geht ein Absinken ihrer Wasserdampfaufnahmekapazität einher und ein Niederschlag von Kondensat im Bauteil ist die Folge. Sollte die Menge des ausgefallenen Kondensates höher sein als die Bauteile aufnehmen und nach innen oder außen abführen können, kommt es unweigerlich zu Schäden in Form von Schimmelpilzbildung oder durchfeuchteter und im Hinblick auf den Dämmwert dann wertloser Dämmung.

Deshalb muss die Luftdichtheitsebene in der Fläche und an den Anschlüssen wie z. B. die Durchdringungen oder aufgehende Bauteile absolut luftdicht ausgeführt werden!


Winddichtheitsebene im Außenbereich

Während die Luftdichtheitsebene auf der „Warmseite“ der Dämmung liegt und Heizwärmeverluste sowie Bauschäden vermeiden soll, befindet sich die Winddichtheitsebene im Regelfall auf der „Kaltseite“ der Dämmung, also der Außenseite. Ähnlich wie die Luftdichtheitsebene kann die Winddichtheitsebene durch Folien (Unterdeck- oder Unterspannbahnen) oder Plattenwerkstoffe (Unterdeckplatten) mit jeweiligem Zubehör erstellt werden. Aufgabe der Winddichtheitsebene ist es, das Dämmpaket vor kalter Außenluft zu schützen. Der Grund hierfür liegt in der Funktionsweise von weichen Dämmungen wie Mineralwolle oder Holzfasern, die auf dem Einschluss von ruhender Luft in ihrer Struktur beruht. Werden nun permanent die oberen Schichten dieses Dämmstoffs durch Wind oder Luftzug in der Konterlattenebene durchströmt, so verliert er im Hinblick auf die Dämmwirkung einen beachtlichen Teil seines Querschnitts.

Deshalb muss die Winddichtheitsebene in der Fläche und an den Anschlüssen wie z. B. die Durchdringungen oder aufgehende Bauteile absolut winddicht ausgeführt werden!


Zusammenspiel beider Dichtungsebenen

Nur, wenn im Dachquerschnitt Luftdichtheitsebene und Winddichtheitsebene – in konstruktiver Hinsicht – fachgerecht und mängelfrei ausgeführt sind, ist gewährleistet, dass das Dämmpaket den vollen Dämmwert erreicht und die Konstruktion auch über Jahre hinweg schadensfrei bleibt. Zusätzlich zur konstruktiven Ausführung muss bei der Gebäudeaußenhülle das sogenannte Diffu sionsgefälle beachtet und eingehalten werden. Auf den Dachbereich übersetzt kann man Diffusion als das Bestreben der Luft bezeichnen, innerhalb und außerhalb des Dachquerschnitts eine gleiche Wasserdampfkonzentration herzustellen. Feuchtwarme Raumluft unterliegt im Regelfall einem höheren Dampfdruck, trägt also mehr Wasserdampf mit sich als kühle Außenluft. Deshalb drängt Innenluft nach außen, um einen Ausgleich zu erreichen. Sie wird jedoch durch eine absolut luftdichte Ausführung der Luftdichtheitsebene an der Konvektion (= Ausströmung) gehindert und versucht nun, den Dampfdruckausgleich durch die Luftdichtheitsebene herzustellen, indem sie sie durchwandert. Wird dies nun durch die Wahl eines Baustoffs mit zu geringem Diffusionswiderstand (= Sd-Wert) in erhöhtem Maße ermöglicht, kann dies wiederum zu Feuchteschäden in der Konstruktion führen. Wichtig ist jedoch auch, die Winddichtheitsebene zu betrachten: Diese sollte einen vergleichsweise geringen Diffusionswiderstand aufweisen, um even tuell in die Konstruktion gelangte Feuchtigkeit nach außen hin diffundieren zu lassen. Ein Dampfdruck-Gegengefälle (also außen feuchtwarme, innen kühle Luft) gibt es üblicherweise nur im Sommer. Hier kann die von außen eingedrungene geringe Menge an Feuchtigkeit in der Regel nachts wieder aus der Konstruktion entweichen.

Als Faustregel in Bezug auf das sogenannte Diffusionsgefälle (= Abstimmung des Diffusionswiderstandes Luftdichtheitsebene zu Winddichtheitsebene) gilt:

Zur Beachtung:
In der Bauphysik und in Hinsicht auf Schäden durch Feuchteeintrag kommt der Konvektion eine vielfach größere Bedeutung zu als der Diffusion. Beispielsweise kann durch einen Riss von 1 mm Breite und 1 m Länge bis zu 1.900-fach mehr Feuchtigkeit in eine Konstruktion einströmen, als durch 1 m² einer 20 mm dicken OSB-Platte diffundieren würde.

Deshalb muss der sauberen und mängelfreien Ausführung der Luftdichtheitsebene muss allerhöchste Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit geschenkt werden!

Winddichtheit
Diffusionsverhalten
Behelfsdeckung
Luftdichtheit
Sd-Wert-Abstimmung

Die Ausführung des Dachaufbaus im Außenbereich (Neubau) – Zwischensparrendämmung
1

Klima Protect SK verlegen, an aufgehenden Bauteilen einschneiden

2

Klima Protect SK verlegen, an aufgehenden Bauteilen einschneiden

3

Konterlattung herstellen

4

Lattung anschließen

5

USB / UDB mit Bahnenkleber am Baukörper anschließen oder mit Klebeband USB Pro verkleben

6

Traufausbildung herstellen

7

Traufausbildung herstellen

8

Dach eindecken, Ziegel windsogsicher verklammern


Die Ausführung des Dachaufbaus im Außenbereich (Neubau) – Aufsparrendämmung
Aufsparrendämmung Sichtdachstuhl

Weitere Lösung für den Dachaufbau

Diese Ausführung mit einer kombinierten Zwischen- und Aufsparrendämmung vereint die Vorteile beider Dämmarten: Im Gefache wird die komplette Sparrenhöhe als wirksamer Dämmquerschnitt genutzt. Gleichzeitig werden die Wärmebrücken der Sparren durch die fl ächige Aufsparrendämmung „überdämmt“. Zusätzlich erreicht diese Konstruktion einen angenehmen sommerlichen Hitzeschutz.

Kombination Zwischen- und Aufsparrendämmung

Die Ausführung des Dachaufbaus im Innenbereich (Sanierung / Neubau)
1

Dämmung verlegen

2

Klima Select Pro / SK verlegen

3

Klima Select Pro stoßverkleben (entfällt bei SK-Variante)

4

Schwellenanschluss mit Wandanschlussband WAB*

5

Schwellenanschluss mit Folienkleber*

6

Kabelmanschette einbringen

7

Rohrmanschette einbringen

8

Kamin anschließen

* Vorausgesetzt, der Übergang von Schwelle auf Ringanker ist luftdicht, ansonsten muss die Dampfbremse auf dem Ringanker verklebt werden.

Die Ausführung des Dachaufbaus im Außenbereich (Sanierung)
1

Klima Select Pro / SK verlegen und Stöße verkleben (entfällt bei SK-Variante)

2

Klima Select Pro / SK verlegen und Stöße verkleben (entfällt bei SK-Variante)

3

Klima Select Pro / SK verlegen und Stöße verkleben (entfällt bei SK-Variante)

4

Schwellenanschluss mit Folienkleber*

5

Dämmen und Klima Secur MP / SK verlegen

6

Kabelmanschette einbringen

7

Nageldichtung mit Nageldichtband PE 1-seitig oder 2-seitig,...

8.1

...mit Nageldichtband Butyl oder

8.2

...mit Nageldichtmasse NDM herstellen**

* Vorausgesetzt, der Übergang von Schwelle auf Ringanker ist luftdicht, ansonsten muss die Dampfbremse auf dem Ringanker verklebt werden.
** Je nach erhöhten Anforderungen

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